Eine infektiöse Mischung aus kubanischen Montuno, Angolanischer Kizomba und Kongolesischer Rumba ... ähnlich wie Africando verkörpert Ricardo Lemvo die Vermischung der afrikanischen Rhythmen mit der Salsa. Spätestens seit seinem Riesen Hit Ay Valeria (2003) ist er ein Weltstar.
Nach 6 Jahren nun wieder ein neues Album. Mit dabei als Arrangeur und Perkussionist (ebenfalls lange nix von ihm gehört) ist: Alejandro "El Niño" Jesus.
Ein typischer El Niño - Sound erklingt in Babalao, Amparame. Für mich ist es eines der mitreissesten Stücke des Albums. Da wird nicht lange gefackelt, es geht sofort ab. Der Song verbindet die afro-kubanische Musik mit einer spirituellen Botschaft. Jemand sucht eine spirituelle Autorität und bittet um Beistand und Schutz bei Babalao. Ein Babalao ist traditionell ein Priester und Wahrsagekundiger der Ifá-Religion. Und das ist typisch für die Songs von Ricardo Lemvo. Der treibende Rhythmus und die tanzbare Musik können Lebensfreude, Gemeinschaft und spirituelle Verbundenheit ausdrücken.
Noch mehr an seine afrikanischen Wurzeln geht er mit dem portugisisch gesungenem Song Barafunda (Chaos, Tumult, Durcheinander). Auch hier treibt der Rhythmus. Die Salsa-typischen Bläser-Riffs harmonieren hervorragend mit der kongolesischen Soukous-Gitarre. Dies ist eine E-Gitarre, die im Stil der kongolesischen Rumba gespielt wird. Die Bläser und die Rumba-Gitarre - typisch für Lemvos Musik.
Aquela Boa Vida verbindet (ebenfalls mit der prägnanten Soukous-Gitarre) die kongolesische Rumba mit dem Son Montuno, während Rosita doch wieder mehr mit der Salsa verwandt ist.
Fazit : Ein Album, dass Spass macht und überaus tanzbar ist.
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