Kubas heißeste Partyband feierte bereits ihr 35-jähriges Bestehen. Los Van Van (die Go-Gos) sind die Schöpfung des Sängers, Bassisten und Arrangeurs Juan Formell, der beim Orquesta Revé den Changui-Klang mit E-Gitarren und -Bass revolutionierte. 1969 gründete er Los Van Van, um einen völlig neuen Sound zu kreieren. Der kubanischen Musikfarbe mischte er Rock, Jazz, Son und karibische Notenelemente bei. Formells Kompositionen werden u.a. von Harry Belafonte und Rubén Blades interpretiert. Mit kraftvollen Arrangements, tanzbaren Elementen aus der afro-kubanischen Musik und schrillen Texten ist jedes Konzert der 20-köpfigen Band ein herausragendes Ereignis.
Havannas populärste Gruppe ist nicht der Buena Vista Social Club, sondern Los Van Van. Seit über drei Jahrzehnten hat sich die Gruppe um die Erneuerung der kubanischen Musik verdient gemacht. Die 15 Musiker um Bandleader Juan Formell sind die Väter der modernen Tanzmusik auf der Karibikinsel. Während in New York der traditionelle Son Cubano unter dem neuen Etikett Salsa reproduziert wurde, schufen Los Van Van den Songo, eine hochenergetische Fusion aus kubanischen und karibischen Rhythmen mit je einem Schuß Funk, Jazz und Rock & Roll. Ihre Texte handeln von den alltäglichen Problemen ihrer Heimat. Zurecht gewann ihr jüngstes Album "Llegó ... Van Van" (Hier kommt Van Van) den Grammy für die beste "Salsa Performance". Das bedeutet nichts anderes als: Live ist diese Band der absoluter Abräumer. Jetzt, da die Kuba-Welle ihren Höhepunkt erreicht hat, sind Los Van Van ein absolutes Muß. Kein Fan dieser Musik darf sich Havannas Top-Act entgehen lassen.
Mit dem Grammy des besten Salsaalbums fuer Los Van Van wurde die 30jaehrige Aktivitaet der Musiker um Juan Formell geadelt und die Gruppe zu kubanischen Nationalhelden. Schon 35 Jahre hat die Band die kubanische Geschichte begleitet und dabei mit ihrem unverkennbaren "Songo-Stil" unzaehlige Hits gelandet. Viele Salsagrössen wie z.B. Ruben Blades griffen auf Kompositionen von Los Van Van zurück und landeten teilweise Hits wie "Muevete" als "LosVanVan" während der 70iger und 80iger Jahre in der westlichen Welt noch garnicht bekannt waren. Juan de Marcos Gonzales, der Leiter der Afro Cuban All Stars sagte in einem Interview: "Los Van Van ist ein echtes Phänomen. Schon als Kinder haben wir auf diese Musik getanzt. Und heute sind es unsere Kinder, die immer noch auf die Musik tanzen." www.vanvan.de
Seit drei Jahrzehnten sind Juan Formell und seine Van Van Kubas beliebtestes Salsa-Orchester. Los Van Van spielen ihren selbstkreierten Stil, den "Songo" - eine rasante Mischung aus kubanischen und karibischen Rhythmen, denen Formell Elemente aus Jazz- und Rockmusik beimengte.
Los Van Van Front-Line: Juan Formell, Pedro Calvo, Mario Rivera,
Roberto Fernandez
München im Cubafieber: Schon nach den ersten Takten
von Los Van Van ist klar, der Abend gehört ihnen. In der fast
ausverkauften Muffathalle tobt sich die Menge bei den schweißtreibenden
Rhythmen ihres "Songo" aus. Neben Irakere zählt die
Gruppe zu den wichtigsten Tanzformationen auf der Zuckerinsel.
Lange Zeit waren sie die Nummer eins. Sie spielten mit Tito
Puente, Celia Cruz, Peter Gabriel und Harry Belafonte, Doch wer
ihre Musik als Salsa bezeichnet, hat schon verloren. "Eine
Rumba ist eine Rumba und eine Guaracha bleibt eine Guaracha",
betont Bandleader Juan Formell. Songo, dahinter verbirgt sich die
Fusion von cubanischen und karibischen Rhythmen mit Jazz- und
Rockelementen.
Der Einsatz
der Flöten freilich ist noch eine Reminiszenz an die
traditionelle cubanische Musik. Komponist und Bandleader Juan
Formell veränderte bereits 1982 den Stil und begann mit der
Conga zu experimentieren. Daraus entwickelte sich ein spezieller
Sound, der eher karibisch anmutet, obwohl mit Edmundo Pino,
Alvaro Collado und Hugo Morejon noch eine starke Bläsersektion
hinzukam. Beeinflußt vom Stil der Nueva Trova versuchten sie für
ihre Stücke sinnvolle Texte zu finden. Davon profitierte bei
ihrem Auftritt auch ihre spanisch-cubanische Fangemeinde. Aber
wenn Sänger Pedro Calvo, passend zum Song "Sandunguera"
- es geht dabei um die Gewandtheit einer Tänzerin - eine
cubanische Schönheit auf die Bühne zieht, wird einfach jeder
Text nebensächlich. Nomen est omen: Los Van Van heißt übersetzt:
"Mensch, das muß klappen, das muß hinhauen." Als die
Gruppe sich 1969 gründete, war dies ein Slogan, den fast jeder
Cubaner täglich hörte und von sich gab. Damals ging es in Cuba
darum die heimische Zuckerproduktion zu steigern. Die Sache mit
dem Zucker freilich verlief wenig erfolgreich. Die cubanische
Musik hingegen verkauft sich auf dem Weltmarkt gerade
ausgezeichnet.
Luitgard Koch in der Süddeutschen Zeitung, 22.7.98
Fotos von Ulrich Wode.
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9th -10th - Switzerland 11th - 12th - Paris 13th - Montreaux Festival (Switzerland) 14th - Brussels 15th - Hamburg, Curiohaus, 20h, DM 41,50 16th - Stuttgart, Jazz Festival 17th - Munich, Muffathalle, Lilienstr. 1 18th - San Remo 19th - Seyne de Mer 21st - 25th - Spain 26th - Aug 1 - Italy |
Und am 14.7.2003 gastierten sie in Berlin im geschichtsträchtigen Tränenpalast.
Konzert der legendären 17-köpfigen kubanischen Son y Salsa-Band Los Van Van, die bereits mehrfach für den Grammy nominiert wurde. Seit nunmehr 35 Jahren vereint die Formation um Bandleader und Bassist Juan Formell traditionelle Perkussion sowie Rhythmen aus Rock, Funk und Jazz mit swingenden Geigen und druckvollen Posaunensätzen. Drei junge Sänger präsentieren eine mitreißende Bühnenshow.